Summer of Twenty-One

Anfang Juni

Nach­dem vorgestern noch stets eine end­los anhal­tende Käl­te­pe­ri­ode mit Bise, Regen abwech­sel­nd mit nassem Schnee, ja sog­ar ein­mal mit Hagel und auch Nach­frost uns beglück­te, begann gestern unver­mit­telt der Früh­ling mit Tem­per­a­turen über 20 Grad! Da habe ich gle­ich meine Bade­hose her­vorgekramt und mein Bade­abon­nement 2021 vor Ort gekauft und bin mal meine erste Runde im geheizten Bassin (19 °) geschwom­men. Auch hab’ ich schon einen lieben Bade­fre­und getrof­fen, den ich den ganzen Win­ter nicht gese­hen hatte!

Für Heute nun, am 1. Juni, dem mete­o­rol­o­gis­chen Som­mer­an­fang und 20 Tage bevor die Sonne ihren höch­sten Punkt erre­icht, hat man voraus­ge­sagt, dass es hier 26/27 ° warm wird! Und ich habe Gross­vaterpflicht­en! Ich muss Janis­sa von der Schule abholen, weil Jan muss Sue (Sohn+Schwiegertochter=Pa+Ma) zum Spi­tal begleit­en um dort ein Geschwür an der Gebär­mut­ter zu ent­fer­nen. Wir bei­de sind anschliessend direkt von der Zuch­wiler Schule 3 km ins Solothurn­er Freibad gelaufen, zeitweise in Gänse­marsch! Ich als Zugpferd, sie als Hügogo! Die Wassertem­per­atur war inzwis­chen auf 20 ° gestiegen, und wir fühlten uns bei­de richtig wohl im Kinder­bad am ersten Sommertag.

Am näch­sten Tag habe ich 2 Erstk­lass-Zugtick­ets (retour) nach Den Bosch für 500 Euro gekauft und habe noch eine Nacht bei Sarah in Olten geschlafen, (Sie hat uns sog­ar das Din­er gekocht!) und mit ihr einen schö­nen Abend ver­bracht im Bahn­hofvier­tel, wo sie wohnt. Und heute Mor­gen (3. Juni) sind wir bei­de um halb 8 in den Zug nach Den Bosch gestiegen, wo wir nach Fahrplan um 15:15 ankom­men sollten.

In Holland

Brud­er Willem, gewe­sen­er Phys­io­ther­a­peut und seit sein­er Pen­sion­ierung vor 6 Jahren Hobby(gemüse)gärtner, inkl. 2 Bienen­völk­er und Minis­chafzucht, wartete schon, um uns von der Stadt aufs Land zu ver­führen für den ersten Rundgang auf seinem kleinen Ack­er hin­term Haus und den oblig­a­torischen Sjoel-Wet­tkampf am Abend zu Viert. Zusam­men mit sein­er langjäri­gen Fre­undin Jessy, die noch stets ther­a­peutisch (Coach­ing) aktiv ist.
Am näch­sten Mor­gen haben wir nach dem Früh­stück draussen an der Sonne noch ein paar Stun­den pro­biert, das Unkraut zu bändi­gen, das kurz davor war, das Gemüse (bzw. die Nützfläche) zu über­wuch­ern! Um 11 Uhr set­zte er uns dann wieder auf den Zug zur Weit­er­reise via Utrecht und Ams­ter­dam nach West Fries­land, dem Herz von Noord Hol­land! Denn der Kopf ist Tex­el (geografisch gesehen!)

t’Veld

Im Kaff t’Veld, wo ich die ersten 25 Jahre meines Lebens mehr oder weniger (mehr schlecht als recht!) erwach­sen gewor­den bin, war ger­ade der Teufel los! Ein alliertes Flugzeug war dort, 1 km vom Dorf ent­fer­nt, vor gut 76Jahre (1Jahr vor mein­er Geburt) abgeschossen wor­den von den «Rot­mof­fen». (dama­liges Schimpf­wort für die Deutschen!)
Auss­er der hol­ländis­chen Fernse­hcrew waren auch tschechis­che Jour­nal­is­ten dabei, denn 4 Insassen und der Pilot, die dabei qua­si lebendig begraben wur­den, waren Tschechen. Ein Mann war noch Sekun­den vor dem Auf­prall mit dem Fallschirm abge­sprun­gen und hat über­lebt! Auch ein 94 Jahre alter Mann, der let­zte noch lebende Augen­zeuge, kam zu Wort! Das Flugzeug hat­te sich Kopf voran 20 Meter in den Boden hineinge­bohrt! So tief gehen die Aus­grabun­gen auf der Fläche eines hal­ben Fuss­ballfelds bis Ende Jahr. Einzelne abge­broch­ene Trüm­mer hat der Bauer damals weg­geräumt und darüber Gras wach­sen lassen, wie sein Sohn mir am näch­sten Tag erzählte, als der ganze Medi­en­rum­mel abge­zo­gen war. Dieser Bauer Jan Groot, der inzwis­chen auch schon 67 Jahre alt ist, hat seine Kühe verkauft, und seinem Sohn Tom das Land übergeben, der nun als Tulpen­bauer sein Geld verdient.