XV. Hospitality

Weil ich beim Ein­tritt 83 kg wog, u.a. wegen mein­er zwei­wöchi­gen Grippe, wurde mir emp­fohlen, nicht zu fas­ten, weil das im Moment als Ide­al­gewicht betra­chtet wird. Fleis­ch­los & Bio essen, Yoga, Schwim­men und weit­ere Aktiv­itäten haben mein Gewicht nach ein­er Woche sta­bil gehalten! 

Mary Kut­ti leit­et neuerd­ings die Yoga-Stunde von 7 bis 8. Obwohl sie das noch stets in der typ­isch indis­chen Frauen­klei­dung tut, ist sie ziem­lich diszi­plin­iert und streng, vor allem am Schluss, wenn ich schon ziem­lich gerädert bin beim «Sun Salute», und lässt dich die Übung noch ruhig zwei, dreimal wieder­holen, wenn’s nicht per­fekt ist. 

Es sind jet­zt noch zwei dicke Schwest­ern dazugekom­men, die auch herkömm­lich gek­lei­det mitüben. Sog­ar das Kopf­tuch behal­ten sie an! Aber man kann es auch pos­i­tiv sehen. Näm­lich: die erste paar Jahre, als ich hier war, gab es noch einen Sichtschutz zwis­chen bei­den Geschlechtern. Nur der Yoga-Mas­ter sah bei­de Seiten! 

Mud-Pack­ing, das heisst mit Rot­er ener­getis­ch­er Erde aus den Bergen, welche mit Wass­er zu einem Brei ver­ar­beit­et wird, den ganzen Kör­p­er mor­gens ein­schmieren und draussen an der Sonne während ein­er Stunde trock­nen lassen. Kon­se­quent angewen­det, ergibt sich als äussere Wirkung eine weiche Haut. 

War das Essen bis jet­zt wech­sel­weise von den Frauen hier zubere­it­et, ist jet­zt Mary, die langjährige Köchin wieder zurück aus den Ferien. Das merke ich als kuli­nar­isch­er Banause aber deut­lich, im pos­i­tiv­en Sinne!